Der deutsche Pädagoge Kurt Hahn erkannte schon vor vielen Jahren, dass nur das frühe Erlernen von Eigeninitiative und sozialer Kompetenz Menschen dazu befähigt, sich in ihrem Leben aktiv für eine tolerantere, friedlichere und gerechtere Welt einzusetzen.
So entwarf er Ende der 50er Jahre, konfrontiert mit dem Kalten Krieg zwischen Ost und West, gemeinsam mit dem englischen Luftmarschall Lawrence Darvall und dem englischen Admiral Desmond Hoare ein einzigartiges Schulkonzept namens United World Colleges (UWC). Das Atlantic College an der walisischen Küste öffnete 1962 als erste Schule dieser Art seine Türen für – zunächst ausschließlich männliche – Stipendiaten aus aller Welt. Zu einer Zeit, als der Schüleraustausch zwischen den Nationen gerade erst begonnen hatte, war diese Idee ihrer Zeit weit voraus – und ist es in vieler Hinsicht bis heute.
“I regard it as the foremost task of education to insure the survival of these qualities: an enterprising curiosity, an undefeatable spirit, tenacity in pursuit, readiness for sensible self-denial, and above all, compassion.”
Kurt Hahn
Mehr Informationen über den Gründer Kurt Hahn und die Geschichte der UWC finden Sie bei UWC International.
Heute gibt es zwölf UWCs in Bosnien-Herzegowina, Costa Rica, Hongkong, Indien, Italien, Niederlanden, Norwegen, Kanada, Singapur, Swasiland, den USA und Wales. Über 3000 Schülerinnen und Schüler leben und lernen jedes Jahr an den Colleges.
Unterstützt wird die Arbeit der Colleges unter anderem von der UWC-Präsidentin, Ihrer Majestät der Königin Noor von Jordanien, und dem Ehrenpräsidenten, Staatspräsident a. D. Nelson Mandela. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler und deren Finanzierung übernehmen die weltweit mehr als 130 Nationalen Komitees, sowie die Länder, in denen die Colleges situiert sind.