Dieter Vollstedt

Der Unternehmer Dieter Vollstedt spendet für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten am United World College in Mostar, Bosnien. Herrn Vollstedt liegt die Aussöhnung der verschiedenen ethnischen/religiösen Gruppen in Bosnien besonders am Herzen. Wir befragten ihn zu seiner Motivation, die Deutsche Stiftung UWC zu unterstützen.

„Es sind schon besondere Jugendliche, die an einem solchen Ort die Schwierigkeiten erkennen, diese nicht hinnehmen wollen, Willen und Engagement zur Verbesserung des Gemeinwohls aufbringen und in die Tat umsetzen.”

UWC: Warum engagieren Sie sich besonders für das
United World College in Mostar?

Vollstedt: Der Ort Mostar steht seit Jahrhunderten für ethnische und religiöse Vielfalt. Leider jedoch auch für politischen und religiösen Streit und Krieg. Sich hier nach der jüngsten, sehr schwierigen Zeit für Verständigung und Toleranz einzusetzen, ist eine Herausforderung und Aufgabe für die jüngere Generation. Hier ist die Chance, die Zukunft besser zu gestalten, hier ist die Chance, persönlich darauf hinzuwirken, dass Menschen sich besser verstehen und achten. Wenn wir im Kleinen und in der Jugend nicht anfangen, die Welt zu bewegen, wird uns das im Großen kaum gelingen. Das United World College hilft hier auf beeindruckende Weise. Zum einen ermöglicht es Bildung für junge Bosnier aller Religionen, zum anderen lebt es gleichzeitig das Zusammenleben in einer internationalen Gemeinschaft vor. Respekt und Achtung vor dem Anderen – damit fängt Verständigung an.

UWC: Was beeindruckt Sie an den von Ihnen geförderten jungen deutschen Schülern?

Vollstedt: Mich beeindruckt sehr, dass so junge Menschen den Mut und den Willen haben, die Familie und das vertraute Deutschland zu verlassen und sich an einen schwierigen, von den Narben des Krieges gezeichneten Ort wie Mostar zu begeben. Es sind schon besondere Jugendliche, die an einem solchen Ort die Schwierigkeiten erkennen, diese nicht hinnehmen wollen, Willen und Engagement zur Verbesserung des Gemeinwohls aufbringen und in die Tat umsetzen. Dies alles wohlgemerkt neben den akademischen Aufgaben der letzten beiden Schuljahre. Ich bin mir sicher, dass diese Zeit für jeden einzelnen Schüler ein prägendes und großartiges Erlebnis ist. Es ist mir eine Freude, hierbei etwas helfen zu können.