Andrea Frischholz

“Zwei Jahre auf Atlantic College verbringen zu dürfen, empfinde ich noch heute als ungeheures Privileg – mich um einen Platz an einem der damals zehn United World Colleges zu bewerben, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.”

Am 20. Juni 1978 in München geboren, verbrachte Andrea ihre Kindheit unter weiß-blauem Himmel. Nach zwei Jahren auf Atlantic College in Wales studierte sie zunächst Kulturwirtschaft in Passau und Tours, dann International Relations an der London School of Eonomics and Political Science. Nach dem Berufseinstieg bei The Campaign Company, einer Londoner Politikberatung, arbeitet sie heute für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), einem Bundesunternehmen, das Entwicklungshilfeaufträge der Bundesregierung umsetzt. Seit drei Jahren berät sie das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit bei der Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere Westafrika.

„In meinem Beruf habe ich viel mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu tun und merke dabei immer wieder, dass meine Collegeerfahrung mir noch heute zugute kommt. Verständnis dafür, dass das eigene Weltbild nicht unbedingt dem meines Gegenübers entspricht, Offenheit, sich auf fremde Werte und Denkweisen einzulassen und die Bereitschaft, Grundannahmen immer wieder neu zu hinterfragen und zu verhandeln – das alles sind Dinge, die ich auf Atlantic College gelernt habe.

„Was mich jedoch am nachhaltigsten beeindruckt und geprägt hat, sind die vielen großartigen Menschen, die ich während der zwei Jahre am College kennengelernt habe, Mitschüler wie Lehrer. Noch heute spüre ich auf Ehemaligentreffen die besondere Verbundenheit, die aus einer so außergewöhnlichen gemeinsamen Erfahrung, wie zwei Jahren auf einem UWC entsteht. Mich um einen Platz an einem der damals zehn United World Colleges zu bewerben, war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens!“